USA Tour 2007

Ladies First in den USA

Unser Traum ist in Erfüllung gegangen. Wie so oft begann es mit einer Vision. Diese hatte Manfred Adams bereits vor über einem Jahr.
Doch bis hierhin war es ein langer Weg. Finanzen mussten geklärt werden und ein großer organisatorischer Berg lag vor uns.

In gemeinsamer Arbeit und der von Renate Klocke insbesondere haben wir alle daran mitgewirkt, dass dieser Traum Wirklichkeit wurde.
Am 22.Juni diesen Jahres war es dann soweit. Wir bestiegen verschiedene Flugzeuge ( wegen des Flugpreises  nicht wegen des Gewichtes!!!) und machten uns auf den Weg gen Westen über den großen Teich in das Mutterland des Barbershops.
Aber selbst das war nicht so einfach. Bereits an unserem ersten Auftrittsort fehlten vier Ladies. Die haben sich doch tatsächlich eine Nacht länger im Umsteigeort Philadelphia vergnügt. Das erste Konzert haben wir also durch die Schuld der gewählten Airline nicht in vollständiger Aufstellung bestreiten können.
Doch zunächst lernten wir unsere Gastfamilien aus dem Chor Ambassadors of Harmony kennen, die bereits mit großen Schildern am Flughafen von St.Louis auf uns warteten.
Der Aufenthalt in diesen Familien war wohl eines der schönsten menschlichen Erlebnisse, die wir auf der Reise genießen durften. Wir wussten zwar, dass die Amerikaner freundliche und offene Menschen sind, aber mit soviel Gastfreundschaft haben wir nicht gerechnet. Mal ganz abgesehen von dem großartigen Erlebnis, die Ambassadors of Harmony auf der Bühne zu erleben, konnten wir das Daily American Life in den Familien hautnah mit erleben.

Baseball - das uns unbekannte Spiel

Da wurden wir doch in der Tat über die eher komplizierten Regeln des Baseballspiels am Lifebeispiel aufgeklärt. Dazu muss man wissen: Baseball ist ein Spiel, bei dem erst lange nix passiert, dann in den letzten fünf Minuten ganz viel und dann hat man verloren. Danach wird trotzdem gefeiert. Am liebsten mit leckerer Pizza aus dem Pappkarton und Dosenbier.

Unsere Konzerte in St.Louis haben wir bereits einen Tag, nachdem wir ankamen, gegeben. Und das Publikum dankte uns die Überwindung unseres Jetlags mit Standing Ovations.
Nichtsdestotrotz: "there is always room to improve. Das haben auch wir begriffen, als wir unsere ersten Coachings bei David Wright und Jim Henry mitgemacht haben. Da gab und gibt es noch viel zu lernen.
Partys kamen nicht zu kurz auf der Reise. Einen wunderschönen Empfang gaben uns die Damen des St. Louis Harmony Chorus mit ihrer Chorleiterin Sandy Wright. Wir sind immer wieder erstaunt über die außergewöhnlichen Choreografien der amerikanischen Frauenbarbershop-Chöre. bis es hieß : mitmachen. Uuups, damit hatte die eine oder andere von uns nicht so wirklich gerechnet, aber die "First Row" hat ihr Bestes gegeben, um mitzuhalten. Spaß hat es in jedem Fall gemacht.

Breckenridge Pressure Down

Unsere nächste Station hieß Breckenridge. Dort wartete eine große Herausforderung auf uns. Breckenridge ist ein Skiort in 3000m Höhe. Skilaufen geht ja eigentlich ganz gut in der Höhe, aber singen.?
Wir haben so manches Mal die klassische Schnappatmung anwenden müssen. Deshalb waren wir auch froh, dass wir Dieter Braun bei uns hatten, der als ehemaliger Professor der Schauspielschule Bochum nicht nur an unseren "Facial Expressions" gearbeitet hat, sondern uns auch aus seinem breiten Repertoire der "Energiegewinnung" Tipps geben konnte.
Besonders gefallen hat uns in Breckenridge auch das Kennenlernen von vielen anderen Chören und Quartetten. Mächtig lecker Jungs waren dabei!! Man erinnere sich nur an OC Times oder Vocal Spectrum, die uns nicht nur mit ihren gesanglichen Glanzleistungen verzaubert haben. Böse Zungen sprechen auch von "Pulsbeschleunigern" bei den Damen. ( Manni, sag nix, Du hattest mit Skyline 170 tolle Frauen auf der Bühne.)
Skyline: unglaublich! 170 x Frauenpower auf der Bühne mit exzessiven Showeinlagen.
Das konnten wir auf dem Sing High Festival in voller Größe miterleben.
Ein weiterer "Höhepunkt" war unser Auftritt im lokalen Fernsehen, um die Werbetrommel für das Sing High Festival zu rühren.

Der gemeinsame Auftritt mit vielen anderen Chören und Quartetten im River Walk Center in Breckenridge hat uns großen Spaß gemacht. Cindy Hanson hat dieses Event nicht nur hervorragend gemanagt, sondern fand sogar noch die Zeit, uns ein außergewöhnliches Coaching zu geben. Großer Dank gebührt ihr für das alles.

Den Weg von Breckenridge nach Denver haben wir dann bereits mit unseren neuen Gastfamilien aus dem Skyline Chor gemacht.
Hier gab es wieder völlig neue Erfahrungen und Eindrücke. Die Gastfamilien haben eine Menge für uns auf die Beine gestellt. Das Beeindruckendste war sicherlich für viele der Besuch eines echten Rodeos. Klarwieder lecker Jungs  in dem Fall verschwitzte Cowboys  am Start. Meine Güte, was die so aushalten und nicht kaputt dabei gehen, sozusagen unkaputtbar.

In Denver haben wir das größte Barbershop-Spektakel bis dato erlebt. Es war die Internationale Convention der Barbershop Harmony Society. Chöre und Quartette aus aller Welt gaben hier ihr Bestes, um den Titel zu erringen.
Gewonnen hat den Titel der Westminster Chorus.

Westminster Chorus W

Allen, die den Film "Harry Potter und der Orden des Phönix" gesehen haben, dürfte dieses "W" bekannt vorkommen.

Ganz knapp dahinter ( nur zwei von 3000 möglichen Punkten Unterschied) lagen unsere Herzensfavoriten, die Ambassadors of Harmony.

Hier in Denver hatten wir unseren bislang größten Auftritt. Bei der World Harmony Jamboree durften wir vor ausverkauftem Haus im Buell Theatre unser Bestes geben. Und das haben wir!
Standing Ovations und viele begeisterte Kommentare hinterher gaben uns das Gefühl, sehr willkommen zu sein.

Ein letzter Abend noch, und dann war sie vorbeiunsere USA-Reise, und sie kommt uns immer noch vor wie ein Traum.

Fotos: Hier
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